Gold aus der Türkei

10. Juni 2008

Aus meinem erholsamen Türkeiurlaub habe ich auch einiges Wissen um die Geldmentalität der Türken mitgebracht. Wir haben (sowohl als Reisegruppe als auch individuell) verschiedene Schmuckhändler besucht, deren Angebote sich allerdings vor allem im Preis gravierend unterschieden.

Grundsätzlich wird in der Türkei sehr viel in Gold investiert. Ob Heirat oder Geburt, Gold(schmuck) ist fast immer dabei. Wegen der hohen Inflationsrate (besonders im Hinblick auf die alte türkische Lira, die bis 2005/06 galt) legen die Türken gerne entweder in fremden Währungen (US-$ Dollar oder EURO) oder eben in Gold an. Ein entsprechender Chart (v.a.) in der alten Lira (TRL) geht auch rauf wie der Chart eines Sparbuchs oder Geldmarktfonds.

Interessant ist, dass auch heute speziell die Händler eines festen Marktes (Bazaars) in Istanbul eine eigene Umtauschbude haben, an welcher sie zwischendurch oder am Ende des Handelstages ihren Gewinn direkt in Münzen oder Barren anlegen können. Und man kommt in der Türkei wirklich sehr günstig an das Edelmetall, denn auch die kleinen Stückelungen (z.B. zehntel-, zwanzigstel Unze) bekommt man fast zum reinen Grammpreis ohne großen Aufpreis. Speziell folgende Münze gibt es dort in verschiedenen Stückelungen, sie besteht aus 917er Gold (22 Karat):

 Goldmünze Türkei

Bei den türkischen Banken (wegen des vielleicht fehlenden Vertrauens zu allgemeinen Händlern) fragt man übrigens vergeblich nach Edelmetallen…

Riester auch für Selbständige

6. Juni 2008

ALTERSARMUT ALS TICKENDE ZEITBOMBE

 Hier gibt es den ganzen Artikel:
http://www.fachverlag.de/kursverlag/nl_23_2008_14589.htm

Piet Klocke “Die Rente”

17. April 2008

Ich durfte heute auf einer Veranstaltung der HanseMerkur neben interessanten Vorträgen u.a. von Thorulf Müller auch über ein Video lachen, welches ganz wunderbar die Riester- und Rüruprente erklärt. Daran möchte ich Sie beteiligen, viel Vergnügen bei dem “Vortrag”:

Edelmetalle! Gold, Silber, Platin… doch warum?

27. März 2008

Nach (sehr) langer Zeit komme ich mal wieder dazu, ein paar News zu schreiben…

Seit Ende Dezember bieten wir neben der Vermittlung von Versicherungen und Investmentfonds auch Edelmetalle an. Mehr dazu auf der provisorischen Seite:
http://www.oellers.com/html/edelmetalle-krefeld.html

Dies dient der Ergänzung unseres Portfolios und verschafft uns einen (weiteren) Vorteil vor den Bankangeboten. Neben der Tatsache, dass viele Banken Edelmetalle gar nicht (mehr) oder -auf jeden Fall- nur sehr ungern anbieten, geschweige denn verkaufen (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!) und zudem ab 1,- € Kauf- oder Verkaufswert bereits die Personalien erfassen (Geldwäschegesetz gilt ja erst ab 15.000 €), verdient man natürlich auch nicht soviel daran wie an Zertifikaten oder (v.a.) geschlossenen Fonds.

Unser Geld, egal ob Euro, DM oder Dollar, wird durch die Inflation immer wertloser. Das liegt vor allem daran, dass die Geldmenge immer mehr steigt, weil das Geld nicht mehr durch Sachwerte (”früher” gab es Silber und Gold als umlaufende Münzen!) gedeckt ist. Ich werde ab und an einige Artikel zu dem Thema veröffentlichen, möchte aber an dieser Stelle zusätzlich ein sehr interessantes und passendes Buch von Reinhard Deutsch empfehlen: Das Silberkomplott

So, das waren erstmal die News… vielleicht noch ein Hinweis: Auf der Businessplattform XING moderiere ich das Forum “Kaufkraftverlust des Geldes“. Wenn Sie dabei sein möchten, können Sie sich hier gratis und unverbindlich anmelden (mit diesem Link schenke ich Ihnen zusätzlich einen Monat Premiummitgliedschaft).

Bis bald…

 Markus Oellers

Zum Thema “Kosten” bei Fondspolicen.

10. Oktober 2007

Kosten: Lesen im Kaffeesatz

Der jüngst von der Stiftung Warentest angestellte Vergleich von fondsgebundenen Rentenversicherungen (Finanztest 7/2007) hat bei einigen Anbietern und auch bei Maklern für viel Wirbel gesorgt. Denn die Warentester maßen den Kosten besonders hohe Bedeutung bei, so dass vor allem Direktanbieter auf den vorderen Plätzen landeten.

Ohne auf dieses Ergebnis Bezug zu nehmen, hat das Kölner infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse GmbH jetzt auf die grundsätzliche Problematik des Vergleichs von Kosten bei Fondspolicen hingewiesen. Nicht nur, dass die einzelnen Anbieter ganz unterschiedliche Kostenstrukturen praktizieren, sie haben auch unterschiedliche Bezugsgrößen bei den zugrunde liegenden Fondsguthaben. Je nachdem, ob der Kurs am Monatsanfang, am Monatsende oder der mittlere Kurs gewählt wird. Es sei schon „sehr bewundernswert, wenn es vereinzelte Analysten gibt, die sich zutrauen, Kosten-Kennziffern bis auf die Nachkommastelle genau berechnen zu können“, moniert infinma. Kunden und Makler sollten sich bewusst sein, „dass noch so exakte Zahlenangaben oft nicht mehr darstellen als Kaffeesatzleserei“. Zudem werde die Kostenproblematik völlig überschätzt.

Viel wichtiger sei der Faktor Zeit. Bei 15 Jahren Laufzeit reiche bei doppelter Kostenbelastung schon ein um 1,0 Prozent höherer Zinssatz nach Berechnungen von infinma aus, um am Ende eine höhere Leistung für den Kunden generieren zu können. Fazit: Der Vergleich von Kosten bei Fondspolicen ist ein schwieriges Unterfangen. Wichtiger für Kunden und Vermittler: Informationen über die Qualität der Fonds. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass häufig die auf den ersten Blick „teuer“ aussehende Fonds die besseren Anlageergebnisse erzielt haben.

(hapf, VI-Report 30/2007) 

auf/aus http://www.performance-online.de

Sparplan oder Fondspolice – rechtzeitig umsteigen!

6. September 2007

Bei langjährigen Fondssparplänen entfaltet die Abgeltungsteuer ihre volle Wucht.

Wer etwa 30 Jahre lang monatlich 100 Euro in einen Aktienfondssparplan einzahlt, kann bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von acht Prozent mit einem Endvermögen von rund 130 000 Euro rechnen – bislang steuerfrei. Zu den Einzahlungen von insgesamt 36 000 Euro kommt derzeit ein steuerfreier Wertzuwachs von 94 000 Euro hinzu. Wird der Wertzuwachs ab 2009 mit 25 Prozent Abgeltungsteuer belegt, wird das Durchhaltevermögen des Anlegers mit einem Steuerbescheid in Höhe von 18 613 Euro quittiert. Die daraus mögliche Zusatzrente schmilzt ab.

Für Anleger mit fondsgebundenen privaten Rentenversicherungen ändert sich dagegen nichts. Grund: Sie sind von der neuen Besteuerungspraxis nicht betroffen. Clevere Investoren steigen daher um und sparen mit fondsgebundenen Rentenverträgen für ihr Alter an. Rentenpolicen werden in der Ansparphase überhaupt nicht besteuert, bei Auszahlung greift der Fiskus nur auf den relativ niedrigen Ertragsanteil zu. Im Alter von 65 Jahren etwa gilt ein Ertragsanteil von 18 Prozent, auf den der persönliche Steuersatz von zum Beispiel 30 Prozent angewendet wird. Unterm Strich kassiert das Finanzamt damit gerade mal 5,4 Prozent der Erträge statt 25 Prozent Abgeltungsteuer. Versicherungssparer profitieren damit weiterhin von der Steuerfreiheit in der Ansparphase und der günstigen Ertragsanteilsbesteuerung in der Rentenphase.

Riester- und Rürup-Renten nicht betroffen

Auch staatlich geförderte Altersvorsorgeverträge wie Riester- oder Rürup-Renten sind von der Abgeltungsteuer nicht betroffen. Für sie gilt die bisherige Regelung weiter: Die gezahlten Beiträge bleiben je nach Förderprodukt bis zu bestimmten Höchstgrenzen steuerlich absetzbar. Erst in der Auszahlungsphase muss der Empfänger die spätere Rente voll versteuern. Für Arbeitnehmer ist die Riester-Rente erste Wahl, für Selbstständige und Freiberufler die Rürup-Rente. Für die letzten beiden Gruppen ist dies die einzige Form staatlich geförderter Altersvorsorge.

Der Kunde ist König, die Bank ist Kaiser

6. September 2007

Tja, als hätte man es nicht geahnt… Der Kunde bekommt eben in der Sparkasse nicht, was er will, sondern was die Sparkasse will! Diese Kritik kommt von mir, fundiert begründet wird sie allerdings von einem (vielen wahrscheinlich bekannten) Werbespot der Sparkasse selbst. Schauen Sie sich mal an, wie der Gesichtsausdruck des Kunden ist. Und der Kunde will etwas, bekommt es aber nicht… typisch eben.

Aber sehen Sie selbst:


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Nettopolice oder Vertrag mit Provision?

5. September 2007

Die Pflicht des Maklers zur umfassenden Beratung und Betreuung des Kunden ist durch zahlreiche Urteile belegt. Allerdings gilt dies für den Maklervertrag selbst offensichtlich nur eingeschränkt, wie ein bemerkenswertes BGH-Urteil vom 14. Juni 2007 belegt (Az.: III ZR 269/06).

Im konkreten Fall hatte eine Handelsmaklerin einem Kunden eine fondsgebundene Lebensversicherung als so genannte Nettopolice, vermittelt. Bei diesen Policen enthält die Versicherungsprämie den Provisionsanteil für den Vermittler nicht. Die Provision wird separat vom Kunden direkt an den Vermittler entrichtet. Der Kunde unterschrieb deshalb eine vorformulierte “Vermittlungsgebührenvereinbarung”, in der er sich zur Zahlung einer Vermittlungsprovision an die Handelsmaklerin verpflichtete. Mit Versicherungsbeginn bezahlte er also die Versicherungs- und die Maklerprämie, jeweils getrennt.

Kurz darauf kündigte der Kunde die Versicherung, und stellte beide Zahlungen wieder ein. Die Handelsmaklerin forderte nun den Gesamtbetrag der restlichen Vermittlungsprovision von ihrem Kunden. Zu Recht, so der BGH - denn nach ständiger Rechtsprechung ist eine Vereinbarung einer unmittelbar vom Kunden zu zahlenden Maklerprovision bei der Vermittlung eines Lebensversicherungsvertrages mit Nettopolice wirksam. Zudem betreffen die strengen Betreuungs- und Beratungsverpflichtungen des Versicherungsmaklers nur das von ihm zu vermittelnde Versicherungsverhältnis. Versicherungsmakler und Kunde stünden sich jedoch bei der “Vermittlungsgebührenvereinbarung”, wie bei jedem anderen Vertrag, mit entgegengesetzten Interessen selbständig gegenüber. Somit bestehe keine Pflicht einer Partei, den anderen Vertragspartner ungefragt über die Risiken des Vertrages zu unterrichten.

Fazit: Der Nachteil der Honorarberatung: Auch, wenn ich nicht klar komme, zahlen muss ich immer. Dann doch lieber die normale Police und der Vermittler verdient erst, wenn der Kunde auch zufrieden ist! Hier dürfte es sich um eine betriebliche Versicherung gehandelt haben, denn als Makler darf man mit Privatpersonen keine Honorarvereinbarung treffen.

Rundherum glücklich…

9. August 2007

… wird hier ein Kunde der Washington Mutual (Bank für Immobilienfinanzierung). Gilt natürlich 1:1 auch für unsere Kunden ;-)

Zum Video:


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Kabinett beschließt Sozialversicherungsfreiheit der Entgeltumwandlung über 2008 hinaus

9. August 2007

Pressemitteilung vom 09.08.2007

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung beschlossen. Dazu erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Mit dem Gesetzentwurf wird die Sozialversicherungsfreiheit der Entgeltumwandlung in selber Form und Höhe wie bisher über 2008 hinaus unbefristet fortgesetzt. Außerdem wird das Lebensalter für die Unverfallbarkeit von arbeitgeberfinanzierten Betriebsrentenanwartschaften vom 30. auf das 25. Lebensjahr abgesenkt.

Die neben der ohnehin geltenden Steuerbefreiung nun ebenfalls fortgesetzte Sozialversicherungsfreiheit der Entgeltumwandlung schafft eine solide und dauerhafte Grundlage für die Förderung der betrieblichen Altersversorgung. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten dadurch ebenso wie Arbeitgeber Planungssicherheit. Anreize und Attraktivität beim Aufbau von Betriebsrentenanwartschaften bleiben voll erhalten. Der mit der Rentenreform 2002 eingeleitete Auf- und Ausbau kapitalgedeckter zusätzlicher Altersvorsorge kann und muss auf breiter Front weitergehen.

Diesem Zweck dient auch die zweite wichtige Weichenstellung, die die Bundesregierung mit dem Gesetzentwurf vornimmt: Wer - im Unterschied zur allein vom Arbeitnehmer bestrittenen Entgeltumwandlung - arbeitgeberfinanziert eine Zusatzvorsorge für das Alter aufbaut, konnte bisher die so gebildeten Anwartschaften trotz 5-jährigen Bestehens verlieren, wenn er vor Erreichen des 30. Lebensjahrs den Job wechselte oder aus anderen Gründen aus dem Betrieb ausschied. Künftig sind neue Betriebsrentenanwartschaften schon ab Vollendung des 25. Lebensjahrs unverfallbar, also sicher. Das hilft dabei, möglichst frühzeitig mit dem Aufbau einer Zusatzrente zu beginnen. Und es ist besonders für junge Frauen und Familien positiv, die künftig bei der Jobpause oder -aufgabe wegen Geburt und Kinderziehung die aufgebauten Anwartschaften voll behalten.

Die staatlich geförderte zusätzliche Altersvorsorge ist seit 2002 auf einem soliden Wachstumskurs. Ende 2006 verfügten 17,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über eine Betriebsrentenanwartschaft - das entspricht schon rund 65 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Daneben wurden bislang circa 8,5 Millionen Verträge über Riester-Renten abgeschlossen. Neuen Untersuchungen zufolge beruht die positive Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung in erster Linie auf der Steuer- und Beitragsfreiheit der Entgeltumwandlung. Allerdings hatte sich dieses Wachstum zuletzt merklich abgeschwächt, was im Wesentlichen mit dem bisher vorgesehenen Wegfall der Beitragsfreiheit zusammengehangen haben dürfte.

Die gesetzliche Rentenversicherung ist und bleibt auch in Zukunft die wichtigste Säule der Alterssicherung. Allerdings kann langfristig der gewohnte und gewollte Lebensstandard im Alter nur mit zusätzlicher betrieblicher bzw. privater Altersvorsorge gesichert werden. Ziel der Bundesregierung ist deshalb eine möglichst flächendeckende Verbreitung der ergänzenden Alterssicherung - betrieblich, privat, oder am besten auf beiden Wegen zusammen. Diese Verbreitung ist eine Daueraufgabe, die sichere und langfristig geltende Rahmenbedingungen braucht. Der Gesetzentwurf erhält und stärkt diese Rahmenbedingungen.

Zusätzlich wird ab 2008 die private Riester-Rente verbessert. Hier steigen im nächsten Jahr turnusgemäß die Zulagen und Steuervorteile. Außerdem wird der Staat für ab 2008 geborene Kinder eine auf 300 Euro erhöhte Zulage gewähren. Und alle direkt Förderberechtigten unter 21 Jahren sollen bei Abschluss eines Riester-Vertrags einmalig eine Bonuszahlung von 100 Euro erhalten. Dieser “Berufseinsteiger-Bonus” und die erhöhte Kinderzulage werden in einem weiteren Gesetzgebungsverfahren geregelt.

Der vom Kabinett beschlossene Entwurf wird zunächst dem Bundesrat zugeleitet, der vor der Beschlussfassung durch den Bundestag Stellung nehmen kann.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Mohrenstraße 62
10117 Berlin
www.bmas.bund.de
E-Mail: info@bmas.bund.de