Freundschaftsdienst Umzug: Haftpflicht lehnt ab

Wenn man Freunden beim Umzug hilft, kann es teuer werden. Geht etwas zu Bruch, haftet man für den entstandenen Schaden. Auf die Privathaftpflichtversicherung (PHV) kann man sich in der Regel nicht verlassen, denn solche Schäden, Gefälligkeitsschäden genannt, sind in den meisten Policen ausgeschlossen.

Einen kuriosen Tipp gibt die Verbraucherzentrale Hamburg: Man solle sich ein geringes Entgelt für den Umzug zahlen lassen, dann wäre es keine Gefälligkeit mehr, sondern man handele aus Eigeninteresse - dies sei dann in der PHV mitversichert. Nachzulesen hier: http://go2.u6e.de/irtwir

Das ist falsch! Jede Tätigkeit, die man aufgrund seines Berufes, gegen Gebühren oder gegen Entgelt ausübt, ist regulär in einer Privathaftpflicht ausgeschlossen. Sogar ehrenamtliche Betätigungen fallen unter diesen Ausschluss, für die man keine Entlohnung erhält. Der Hinweis auf ein “geringes Entgelt” ist hier nicht nur falsch, gewiefte Juristen könnten daraus fast einen Aufruf zur Schwarzarbeit interpretieren.

Besser ist es, direkt die Gefälligkeitsschäden in die Privathaftpflichtversicherung einzuschließen. Da viele Altverträge durch die jährliche Anpassung (Treuhänderklausel) von bis zu 10% ohnehin jedes Jahr im Preis steigen und viele Verträge zu geringe Deckungssummen aufweisen, sollte ein Vertrag ohnehin auf Preis und Leistung mindestens alle 2-3 Jahre geprüft werden. So lässt sich bei vielen Verträgen nicht nur Geld, sondern im Schadenfall auch eine Menge Ärger sparen.

Einen Kommentar schreiben