Abgeltungssteuer bei ausländischen thesaurierenden Fonds

Hält man Anteile eines ausländischen thesaurierenden Fonds (z.B. Templeton Growth (Euro) Fund), so erfolgt zunächst keine echte Thesaurierung, sondern lediglich eine fiktiver Zufluss des sogenannten “ausschüttungsgleichen Ertrages”. Diesen bescheinigen die Banken und Depotstellen dem Kunden jährlich in der Erträgnisaufstellung, die sie zusammen mit der Jahressteuerbescheinigung versenden.

 Gemäß EkStG ist der Kunde aber verpflichtet diesen Ertrag jährlich über die Einkommensteuererklärung zu veranlagen, also zu versteuern!

Das heisst, wenn dann ab 2009 solche ausländischen thes. Anteile gehalten werden, muss der Kunde in jedem Fall den Weg über die Veranlagung gehen. Der Kunde mit deutschen Fondsanteilen oder ausländischen ausschüttenden Anteilen, muss dies nicht tun, da er ja mit der Abgeltungssteuer seine Einkommensteuerschuld bereits “abgegolten” hat.

Das bedeutet, dass es für den Kunden mit einem höheren Aufwand verbunden ist, ausländische thesaurierende Fondsanteile in seinem Depot zu verwahren. Zudem muss die Steuer aus “fremdem” Geld, also Geld, was nicht in der Anlage steckt, bezahlt werden.

#Ohne Gewähr - aktuelle Steuersituation#

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