Sparplan oder Fondspolice – rechtzeitig umsteigen!

Bei langjährigen Fondssparplänen entfaltet die Abgeltungsteuer ihre volle Wucht.

Wer etwa 30 Jahre lang monatlich 100 Euro in einen Aktienfondssparplan einzahlt, kann bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von acht Prozent mit einem Endvermögen von rund 130 000 Euro rechnen – bislang steuerfrei. Zu den Einzahlungen von insgesamt 36 000 Euro kommt derzeit ein steuerfreier Wertzuwachs von 94 000 Euro hinzu. Wird der Wertzuwachs ab 2009 mit 25 Prozent Abgeltungsteuer belegt, wird das Durchhaltevermögen des Anlegers mit einem Steuerbescheid in Höhe von 18 613 Euro quittiert. Die daraus mögliche Zusatzrente schmilzt ab.

Für Anleger mit fondsgebundenen privaten Rentenversicherungen ändert sich dagegen nichts. Grund: Sie sind von der neuen Besteuerungspraxis nicht betroffen. Clevere Investoren steigen daher um und sparen mit fondsgebundenen Rentenverträgen für ihr Alter an. Rentenpolicen werden in der Ansparphase überhaupt nicht besteuert, bei Auszahlung greift der Fiskus nur auf den relativ niedrigen Ertragsanteil zu. Im Alter von 65 Jahren etwa gilt ein Ertragsanteil von 18 Prozent, auf den der persönliche Steuersatz von zum Beispiel 30 Prozent angewendet wird. Unterm Strich kassiert das Finanzamt damit gerade mal 5,4 Prozent der Erträge statt 25 Prozent Abgeltungsteuer. Versicherungssparer profitieren damit weiterhin von der Steuerfreiheit in der Ansparphase und der günstigen Ertragsanteilsbesteuerung in der Rentenphase.

Riester- und Rürup-Renten nicht betroffen

Auch staatlich geförderte Altersvorsorgeverträge wie Riester- oder Rürup-Renten sind von der Abgeltungsteuer nicht betroffen. Für sie gilt die bisherige Regelung weiter: Die gezahlten Beiträge bleiben je nach Förderprodukt bis zu bestimmten Höchstgrenzen steuerlich absetzbar. Erst in der Auszahlungsphase muss der Empfänger die spätere Rente voll versteuern. Für Arbeitnehmer ist die Riester-Rente erste Wahl, für Selbstständige und Freiberufler die Rürup-Rente. Für die letzten beiden Gruppen ist dies die einzige Form staatlich geförderter Altersvorsorge.

3 Reaktionen zu “Sparplan oder Fondspolice – rechtzeitig umsteigen!”

  1. Daniel

    Gerade bei Riester-Verträgen muss man den Sparer auf die Renditeunterschiede zwischen Rentenversicherung, Banksparplan und Fondssparplan hinweisen. Denn trotz Abgeltungssteuer kann man mit gewöhnlichen Sparplänen immer noch höhere Renditen als mit einer Rentenversicherung oder einem Banksparplan erzielen. Einzig Riester-Fondssparpläne können hier gegenhalten, wie die Renditeübersicht auf der folgenden Seite zeigt: http://www.online-kredite.com/ratgeber/riester-fondssparplan.html

  2. Oliver

    Ob man mit normalen Fondssparplänen eine höhere Rendite erreicht als mit Riesterverträgen oder anderen Altersvorsorgeprodukten mit Abschlusskosten hängt zu allererst von den Fähigkeiten des Investors ab. Eine gute Möglichkeit für “Investment-Laien” ist der gemanagte Riestervertrag von der DWS. Oder um die Abgeltungssteuer zu umgehen den DWS Vermögenssparplan Premium - ein “Riestervertrag” ohne Förderung.

  3. Bartek

    Hab mich für den DWS Vermögenssparplan entschieden. Vielen Dank für diese Empfehlung!!

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